Lesezeit, 5 min.

Mit Surface Geräten die Zukunft gestalten

Interview mit Christian Krüsi (Schulen Altstätten, SG)

Zu einem modernen Gerätemanagement gehört auch die regelmässige Erneuerung von Geräten. Das Team um Christian Krüsi hat sich auch diesmal wieder für Surface-Geräte entschieden.

Redaktion: Ihr habt euch wieder dafür entschieden, auf Surface-Geräte zu setzen. Für welche konkreten Geräte habt ihr euch entschieden und warum?
CK: Wir haben uns für Surface Pro 7+ entschieden, um unseren Nutzer*innen ein möglichst leistungsfähiges und wandelbares mobiles Gerät zur Verfügung zu stellen.
Nutzt man es ohne die ansteckbare Tastatur, erhält man ein sehr leichtes Tablet. Mit Tastatur wird es zum vollständigen Laptop mit allen von Windows bekannten Funktionen und Programmen.
Ausserdem hat es eine Kamera auf der Rückseite, mit der man gut Fotos und Videoaufnahmen erstellen kann. Viele Laptops mit einem 360°-Scharnier haben keine solche Kamera und sind deutlich schwerer und weniger mobil.
Entscheidend war aber auch, dass das Gerät einen sehr guten Stift besitzt. Für mich persönlich eigentlich der beste Stift, den ich je getestet habe.

Wo liegen deines Erachtens die besonderen Vorteile des Stifteinsatzes in der Schule? Was denkst du, warum wird die Stifteingabe immer wichtiger beim Lernen?
Ich würde nie ein Gerät ohne Stift für die Schule empfehlen. Mit einem Stift kann man sehr einfach Dinge visualisieren, man kann unterstreichen oder Dinge mit Pfeilen in Beziehung setzen. Oder Formeln schreiben. Es ist so viel einfacher, eine Formel mit dem Stift zu schreiben und nicht mit der Tastatur. Jetzt könnte man argumentieren, dass man das ja auch mit einem Stift auf Papier machen kann. Was ja eigentlich auch stimmt.

Aber dann hat man die ganzen Vorteile des Digitalen nicht. Am Computer kann man nahtlos neben Handschriftlichem Links auf Webseiten, Screenshots, Fotos oder Filme, z.B. von einem Versuch, und noch viel mehr integrieren – ohne künstliche Trennung zwischen Digitalem und auf Papier Geschriebenem. Und zusammen mit der Synchronisation von OneNote sind meine Notizen nicht mehr nur für mich allein. Man kann kollaborativ arbeiten, eine der wichtigsten Zukunftskompetenzen.

„Entscheidend war aber auch, dass das Gerät einen sehr guten Stift besitzt. Für mich persönlich eigentlich der beste Stift, den ich je getestet habe.“

Ihr setzt schon länger auf Surface-Geräte. Wie bewähren sich diese Geräte im Bereich der Kommunikation mit Teams bei digitalen Hausaufgaben und beim Arbeiten mit Office?
Teams und OneNote, vor allem das OneNote Kursnotizbuch, sind einfach geniale Tools für die Schule. Unabhängig vom Endgerät. Man kann sicher auch mit anderen Geräten glücklich werden, aber mit Blick auf die weiterführenden Klassen und die Vorbereitung für das Arbeitsleben wollten wir einfach kein mobiles Betriebssystem wie Android oder iOS als Standard.
Denn wir stellen immer wieder fest, dass gute Kenntnisse in den weit verbreiteten Office-Produkten von Microsoft von den Lehrbetrieben, aber auch von weiterführenden Schulen, gewünscht werden. Aus diesem Grund bieten wir unseren Schüler*innen auch ein Wahlfach an, in dem sie sich auf ECDL (das ist ein europäisches Computerzertifikat) vorbereiten und auf Wunsch auch Prüfungen ablegen können.
Ein anderer Aspekt sind aber auch Peripheriegeräte. Bei iOS und Android ist es oft schwierig, Peripheriegeräte anzuschliessen oder anzusteuern. Aber genau hier liegen grosse Potenziale für die Ausprägung von Kompetenzen, wie sie der Lehrplan 21 fordert.

Auch die Verwaltung von fast 1‘000 Geräten stellt viele vor grosse Herausforderungen. Was spricht aus Sicht von Schulen dafür, Intune und Autopilot für die Geräteverwaltung einzusetzen?
Ganz klar der kleinere Aufwand und die Zeitersparnis. Mit Intune kann ich die Geräte sehr komfortabel über die Cloud verwalten, vom Aufsetzen über die Softwareverteilung bis zur zentralen Konfiguration, was ich alles früher über meine lokalen Server gemacht habe. Aber auch Autopilot spart viel Zeit, z.B. wenn man neue Geräte bekommt. Statt das vorinstallierte Windows zu löschen und mit einem eigenen Image zu ersetzen, wie man das früher gemacht hat, wendet man nur die gewünschten Änderungen auf die vorhandene Installation an. Die Benutzer*innen können das Gerät selber auspacken und aufstarten. Das Einzige, was sie machen müssen, ist die Sprache und die Tastatureinstellung zu wählen und sich mit einem WLAN zu verbinden. Danach konfiguriert sich das Gerät von selbst.

„Ich habe dank diesem Zero-Touch-Deployment über 100 Arbeitsstunden gespart“

Wichtig ist ja auch die Verteilung an die Nutzer*innen. Weshalb ist das Zero Touch Deployment eine erstrebenswerte Sache für Schulen?
Wir haben dieses Jahr über 400 neue Surfaces erhalten. Diese wurden unausgepackt an die Lehrpersonen und Schüler*innen verteilt. Zusammen mit einer Anleitung, wie man diese selbst. Früher Hätte ich das alles selbst ausgepackt, das UEFI manuell konfiguriert, ein Image von unseren Servern installieren lassen und so weiter. Wenn wir dafür mal knappe 15 Minuten pro Gerät rechnen, habe ich dank Zero Touch Deployment über 100 Arbeitsstunden gespart. Oder wenn man als Schule die Arbeit an einen externen Partner vergibt, spart man sich über 100 Mal den Stundenansatz, was schnell mal über 10’000 Franken sind.

Christian Krüsi ist Informatikverantwortlicher an den Schulen von Altstätten (SG)
Mit seinem Team verwaltet er über 860 Geräte für rund 1’500 Benutzer*innen. Er betreut als Informatikverantwortlicher das Thema „Neue Medien“. Christian Krüsi ist seit Jahren Microsoft Innovative Educator Expert.

Seine Erfahrung publiziert er in dem Blog:
www.ictschule.com/

Besuche unsere Surface Webinars Serie (Englisch)

Hybrid Learning and Collaboration with Microsoft Surface / Secure Learning with Microsoft Surface

Entdecken Sie weitere verwandte Artikel pro Branche:

Bildungswesen

Detailhandel

Fertigung

Gesundheitswesen

  • Logo

    Digitale Transformation im Gesundheitswesen – es geht nur mit Vertrauen

    Schon wieder ein Anruf, dabei hatte mein Telefon wochenlang kaum aufgehört zu klingeln. „Veronica“, hörte ich vom anderen Ende der Leitung, „wir haben eine Idee!“ Ich erkannte die Stimme von Carlo Tacchetti sofort. Wir arbeiten schon fast so lange zusammen wie ich bei Microsoft bin. Er ist Professor an der Universität Vita-Salute San Raffaele und […]

  • Two female healthcare professionals looking at a tablet

    Virtual Care-Webinar

    Eine Diskussion über die Virtual Care-Lösungen, die von Microsoft Teams ermöglicht wurden – durch eine Fallstudie in Italien zum Leben erweckt.

Öffentliche Verwaltung

  • Iceland runs on Trust

    Wie die Cloud ein kleines Land mit grossen Ambitionen unterstützt

    Im Dezember 2015 hat die isländische Regierung mit einer Überprüfung der digitalen Infrastruktur begonnen. Mit über 100 unterschiedlichen Lieferanten, die von über 100 IT-Managern in den einzelnen öffentlichen Einrichtungen verwaltet werden, bestand das klare Ziel darin, die Abläufe zu vereinfachen und die IT für über 20'000 Benutzer zu optimieren. Die Lösung: Zweieinhalb Jahre später stand die Entscheidung fest: Microsoft […]

  • Ineco

    Ineco verbessert die Mitarbeiterproduktivität mit modernen Tools und KI

    Probleme mit der Software sind der Produktivität nicht gerade zuträglich. Und genauso ist es auch, wenn sich die Freigabe von Dateien und die Zusammenarbeit an Dokumenten schwierig gestaltet. Ineco, ein spanisches Unternehmen im öffentlichen Sektor, ist sich dieser Tatsachen bewusst und hat daher die Art und Weise verändert, wie seine Mitarbeiter mit der Technologie sowie […]

Entdecken Sie weitere verwandte Artikel pro Dossier:

Digital Transformation

  • eine Person, die mit einem Laptop an einem Tisch sitzt

    Konzentriertes und effizientes Arbeiten im Home-Office

    Manche von euch arbeiten in der jetzigen Situation bestimmt auch von Zuhause aus. Wie habt ihr euch eingerichtet? Wie sieht eure neue Arbeitssituation jetzt aus? Wir haben ein paar Tipps für euch zusammengestellt, auf was Ihr im Homeoffice achten sollt.    Tipp 1 – Einrichten des Arbeitsbereichs  Sucht euch in der Wohnung einen geeigneten Arbeitsplatz […]

Kundenreferenzen

  • Fitness24Seven

    Fitness24Seven: Mehr Flexibilität mit intelligenter Kommunikation

    Fitness24Seven ist eines der am schnellsten wachsenden Fitnessunternehmen in Europa. Das Unternehmen wollte jedoch weltweit verteilte Teams miteinander verbinden und den Informationsaustausch verbessern. Stefan Hult, Senior Consultant bei Stratiteq erklärt dazu: „Jeder Standort war wie eine eigene kleine Welt. Es gab keine unternehmensweite Vernetzung.“ Die Lösung: Zwei der wichtigsten Faktoren für den Erfolg von Fitness24Seven […]

Sicherheit & Datenschutz

  • Wie Sie den schnellsten Weg zur GDPR Einhaltung wählen

    Wie Sie den schnellsten Weg zur GDPR Einhaltung wählen

    Mit dem Inkrafttreten der GDPR ergeben sich für viele Organisationen fundamentale Änderungen beim Sammeln, Nutzen und Verarbeiten von Daten. Das mag entmutigend klingen, aber es gibt Wege, um den Prozess zu beschleunigen. Eine einzige, immer aktuelle Lösung Die Datenverwaltung stellt bereits verschiedene Herausforderungen für eine Organisation dar, aber die Einführung der GDPR stellt Unternehmen vor […]

Tipps