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Dufry: Datenkultur dank Cloud-Technologie

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Lesezeit, 6 min.

Dufry ist einer der grössten Reiseeinzelhändler der Welt. Er will den gesamten Betrieb digitalisieren und ein komplett datengetriebenes Unternehmen werden. Damit dieser Plan Realität wird, nutzt Dufry Azure als skalierbare, dynamische Plattform, um eine Single Source of Truth zu erreichen.

„Wir finden Daten grossartig, aber wollen sie nicht einfach ohne Sinn und Zweck nutzen. Daten müssen Antworten auf entscheidende Fragen liefern – und bei uns ist die Frage, wie wir Kundenbedürfnisse am besten erfüllen.“

Yiannis Zouroudis, Head of Corporate Applications und Enterprise Architect bei Dufry, stellt die Mission des Unternehmens vor und geht dabei auf die wichtige Rolle von Daten und Technologie ein.

Als Weltmarktführer im Reiseeinzelhandel sammelt und verwaltet Dufry riesige Datenmengen. „Für uns ist es extrem wichtig, analysebasierte Entscheidungen zu treffen“, sagt er. „Wir müssen diese Daten vor uns haben, sie verstehen und sie dann umsetzen. Nur so gelingt uns ein bedeutungsvollen Wandel.“

Allerdings ist es ohne geeignete digitale Unterstützung nicht so einfach, ein wahrhaftig datengesteuertes Unternehmen zu werden. Dufry erkannte, dass es eine Plattform benötigte, um eine Single Source of Truth zu erreichen. „Unsere Vision erforderte eine skalierbare, dynamische Plattform, mit der wir unsere Daten besser verwalten konnten“, erklärt er. „Und Microsoft Azure war die einzige Technologie, mit der das möglich war.“

Marktführer mit verschenktem Potenzial

Dufry ist einer der grössten Reiseeinzelhändler weltweit und wurde 1865 in der Schweiz gegründet. „Fragen Sie lieber, wo wir noch keine Geschäfte haben“, scherzt Yiannis Zouroudis. „Wir sind derzeit in 64 Ländern vertreten und haben vor der Pandemie einen Umsatz von 8,5 Mrd. CHF generiert.“

Da der internationale Reiseverkehr in den letzten beiden Jahrzehnten stark angestiegen ist, betreibt Dufry mittlerweile mehr als 2’300 Shops mit zollfreier und verzollter Ware in Flughäfen, auf Kreuzfahrtschiffen, an Bahnhöfen und vielen weiteren Touristenstandorten.

Dufry sammelt riesige Mengen an Daten über KundInnen, Produkte, Verkehr, Bestand und vieles mehr und das über vier globale Regionen hinweg. „Unser Motto lautet ‚Alles muss nahtlos ablaufen‘ und unsere Strategie ist, sicherzustellen, dass wir die richtigen Daten auf die richtige Art nutzen“, erklärt er.

2017 wurde das Verwalten dieser Daten allerdings unmöglich und es fiel Zouroudis und seinem Kollegen Ruben Pertusa Lopez, Data Lead bei Dufry, zunehmend schwerer, bedeutungsvolle, analysebasierte Entscheidungen zu treffen. „Wir erkannten, dass wir mehr Leistung benötigten, um alle unsere Daten zu verarbeiten“, so Lopez.

„Ich habe darauf hingewiesen, dass wir auf unseren Tagesbestand pro Artikel pro Geschäft zugreifen müssen. Daraufhin wurde mir gesagt, dass ich verrückt sei, dass wir viel zu viele Produkte hätten und sie nicht alle erfassen könnten.“

Das Unternehmen wollte ausserdem zusätzliche Erkenntnisse über seinen Kundenstamm gewinnen. „Unsere physischen Geschäfte sind unglaublich wichtig für uns, da unsere Zielgruppe vor allem dort einkauft“, sagt Zouroudis. „Das bedeutet aber auch, dass die meisten unserer Kunden anonym sind, und das war schon immer ein Problem.“

„Uns wurde bewusst, dass wir unsere Daten zusammenführen, sie sammeln und nutzen mussten, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.“

Auf der Suche nach einer einheitlichen Datenplattform

Der steigende Bedarf an einer neuen digitalen Plattform führte Dufry zu Microsoft. Zouroudis und Lopez hatten zwei Hauptanforderungen: Zum einen sollte die IT-Infrastruktur des Unternehmens von bestehenden On-Premise-Anwendungen wegbewegt werden, zum anderen sollte die neue Cloud-basierte Umgebung eine Datenkultur im Unternehmen wiederherstellen, die bereits seit Langem vergessen wurde.

„Bevor wir uns an Microsoft gewandt haben, mussten Einzelpersonen sehr viele Excel-basierte Daten von Hand extrahieren“, so Pertusa Lopez. „Das verursachte einige Probleme in Bezug auf das Vertrauen in die Daten. Unsere Herausforderung bestand darin, das Vertrauen im Unternehmen wieder aufzubauen.“

Nach dem Treffen mit Microsoft waren sich beide einig, dass sie mit dem Einsatz von Azure diesem Ziel einen grossen Schritt näher kommen würden. „Das war die Gelegenheit, alles Lokale zurückzulassen und eine Veränderung zu bewegen“, erklärt er. „Als Erstes migrierten wir unsere Analysen in die Cloud und waren begeistert, dass sich die Plattform so leicht skalieren liess.“

Die Migration begann nur wenige Monate, bevor Flüge auf der ganzen Welt wegen COVID-19 ausfielen. Dufry sah darin jedoch eine Gelegenheit, Tests durchzuführen und die Migration ohne Störungen abzuschliessen. „Wie viele andere in dieser Branche hat uns COVID-19 hart getroffen“, sagt Zouroudis. „Aber wir haben uns dadurch nicht von unseren Zielen abbringen lassen.“

„Ich weiss nicht, ob es aus der Notwendigkeit heraus war oder eine Reaktion auf die Situation, aber wir haben tolle Fortschritte gemacht. Mit der Unterstützung von Microsoft konnten wir trotz aller Widrigkeiten einiges erreichen.“

So veränderte Azure die Datenkultur von Dufry

Seit dem Umzug in die Cloud arbeitet Dufry mit einer wesentlich flexibleren und skalierbaren Plattform. „Die Daten sind jetzt standardisiert und stehen im Mittelpunkt aller Geschäftsabläufe“, sagt Yiannis Zouroudis.

„Sie sind so präzise, dass wir in wenigen Minuten herausfinden können, wie viele Personen in welchem Geschäft wann eine Toblerone gekauft haben. Wir wissen sogar, woher diese KundInnen kommen.“

„Noch vor wenigen Jahren wäre das aufgrund unserer Milliarden von Datensätzen absolut unmöglich gewesen.“

Der Erfolg dieses Umstiegs war so überzeugend, dass Dufry nun eine Reihe zusätzlicher Azure-Tools und -Lösungen einsetzt, darunter eine Power BI-Plattform, ein auf Azure SQL Database Hyperscale basiertes Data Warehouse und Dynamics 365 CRM.

Dadurch ist das Unternehmen einen Schritt näher an einer Single Source of Truth. „Menschen können für Daten ihre eigenen Filter und eigene Logik anwenden, aber egal wo im System sie sind, von welcher Seite sie hineinsehen, das Ergebnis ist immer dasselbe“, sagt Zouroudis. „Das hat das Vertrauen in die Anwendung und die Plattform verstärkt und hilft uns nun mit den restlichen Anwendungen. Durch das Einspeisen der richtigen Daten konnten wir unsere Abläufe grundlegend ändern.“

Die Daten sind nicht nur einfacher zu verwalten, sondern auch genauer als je zuvor. „Die meisten Unternehmen in dieser Branche sind für gewöhnlich schon zufrieden, wenn ein System zu 85 % oder 90 % genau ist. Unseres hat eine Genauigkeit von über 99 % und selbst das ist uns noch nicht genug. Wir möchten 100 % erreichen.“

Vorbereitung auf maschinelles Lernen und KI

Da der internationale Reiseverkehr in den nächsten Wochen wieder anläuft, bereitet sich Dufry auf die nächsten Schritte in seiner digitalen Transformation vor.

Seit dem Wechsel zu Azure ist das Unternehmen in der Lage, seine Kunden- und Produktdaten auszuwerten und aktuelle Berichte für lokale und globale Aktivitäten zu erstellen. „Unser Ziel für dieses Jahr ist, Streaming und Berichte für Daten in Echtzeit zu erreichen“, sagt Zouroudis.

Gleichzeitig bereitet sich Dufry auf den Einsatz von maschinellem Lernen und die Entwicklung von KI-Projekten vor. Zusätzlich plant das Unternehmen, weitere Azure-Tools wie Azure Synapse Analytics und DevOps zu implementieren.

„Wir möchten ein gemeinsames Datenmodell für alle Anwendungen implementieren, die wir zu Azure umziehen“, fährt er fort. „Deshalb versuchen wir, unsere Umgebung so zu vereinfachen, dass wir mehr Funktionen in kürzerer Zeit bereitstellen können.“

Aber für die beiden ist nichts befriedigender als die Tatsache, dass sie Dufry dabei geholfen haben, seine Daten in den Griff zu bekommen. „Unser Vorstand möchte, dass wir genau und schnell arbeiten und Ergebnisse liefern, und Microsoft war dabei von unschätzbarem Wert“, sagt Zouroudis abschliessend. „Unsere Datenkultur wieder aufzuleben, war vielleicht unser schönster Erfolg.“

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